Begasung und Vorratsschädlingsbekämpfung

Die Getreidebegasung ist eine im geschlossenen Raum mit dem Wirkstoff Phosphin durchgeführte Behandlung, die Vorratsschädlinge im gesamten Querschnitt des gelagerten Guts in allen Entwicklungsstadien abtötet. Sie darf nur mit Genehmigung und unter Aufsicht eines Gasmeisters durchgeführt werden; die ARZÉN Kft. ist Mitglied im Ungarischen Verband der Gesundheits-Gasmeister.

Begasung

Wann ist eine Begasung angezeigt?

Befindet sich der Schädling bereits im Inneren des gelagerten Guts, ist er mit einer Oberflächenbehandlung nicht zu erreichen. Die Larven der Samenkäfer entwickeln sich im Inneren der Körner, die der Vorratsmotten in den tieferen Schichten des Bestands – dorthin gelangt nur der gasförmige Wirkstoff, der sich im gesamten Querschnitt verteilt.

Die Begasung ist zudem das einzige Verfahren, das alle Entwicklungsstadien des Schädlings gleichzeitig abtötet: das Ei, die Larve, die Puppe und das erwachsene Insekt. Das ist deshalb wichtig, weil nach einer nur gegen erwachsene Insekten wirkenden Behandlung die schlüpfende neue Generation den Bestand innerhalb weniger Wochen erneut besiedelt.

Wo setzen wir sie ein?

In Getreidesilos und -lagern, Mühlen, Futtermittelmischereien, Erntegutlagern und Verarbeitungsbetrieben. Behandelt werden können lose geschüttetes Erntegut, Sackware und Palettenbestand, bei entsprechendem gasdichten Verschluss.

Der Ablauf

  1. Begehung und Prüfung der Gasdichtigkeit. Die Begasung ist nur wirksam, wenn sich der Raum verschließen lässt. Wir verschließen Spalten, Lüftungsöffnungen und andere Öffnungen.
  2. Festlegung der Sicherheitszone. Um den behandelten Raum legen wir eine Sicherheitszone mit Warnschildern fest und sperren das Gebiet ab.
  3. Ausbringung des Wirkstoffs. Die Dosis richtet sich nach dem Rauminhalt, der Art des Ernteguts, der Temperatur und dem Zielschädling.
  4. Einwirkzeit. In der Regel 5–10 Tage, je nach Temperatur.
  5. Belüftung und Messung. Wir öffnen den Bereich erst, wenn die Restkonzentration messtechnisch nachgewiesen unter den Grenzwert gesunken ist.
  6. Protokoll. Den gesamten Vorgang dokumentieren wir zusammen mit den Messergebnissen.

Sicherheit

Phosphin ist ein stark giftiges Gas. Die Behandlung darf ausschließlich eine Fachkraft mit gültiger Gasmeisterqualifikation durchführen, mit vorgeschriebener persönlicher Schutzausrüstung und laufender Konzentrationsmessung. Unser Unternehmen ist Mitglied im Ungarischen Verband der Gesundheits-Gasmeister und verfügt über die für die Tätigkeit erforderlichen Genehmigungen.

So sieht das in der Praxis aus

Eigene Aufnahmen eines abgeschlossenen Auftrags. Angaben, die den Standort oder den Auftraggeber erkennbar machen, zeigen wir nicht.

Mit grünen Metalltüren verschlossenes Lagergebäude, an den Türen rot-weiß gestreifte Warnschilder
Für die Dauer der Begasung ist das Lager vollständig verschlossen. An jedem Eingang zeigt ein ausgehängter Warnhinweis an, dass sich giftiges Gas im Raum befindet.
Nahaufnahme des Schilds „Vorsicht! Giftgas! Lebensgefahr! Betreten verboten!“ und des Vorhängeschlosses, das die verschlossenen Türflügel sichert
Das ausgehängte Schild und das Vorhängeschloss zusammen: Das Betretungsverbot ist nicht nur eine Warnung, sondern auch physisch gesichert.
Lose geschüttetes Getreide im Lagerraum, hinter einer Holzabschrankung, mit Big-Bag-Säcken und einer Leiter
Die zu behandelnde Partie. Die Larve des Samenkäfers entwickelt sich im Inneren des Korns, die der Vorratsmotte in den tieferen Schichten des Bestands – dorthin dringt eine Oberflächenbehandlung nicht vor.
Mit Folie abgedeckter Paletten- und Sackbestand im Lager während der Vorbereitung der Begasung
Zur Vorbereitung gehören das Abdecken der Partie und das gasdichte Verschließen des Lagers: Das Gas muss im gesamten Querschnitt bis zum Ende der Einwirkzeit im Raum bleiben.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Begasung?

Die Einwirkzeit des Wirkstoffs beträgt in der Regel 5–10 Tage, bestimmt durch die Temperatur und das Entwicklungsstadium des Zielschädlings. Hinzu kommen die Belüftung und der messtechnisch nachgewiesene Abfall der Restkonzentration, sodass insgesamt in der Regel 7–14 Tage vergehen, bis das Lager wieder geöffnet werden kann.

Welche Genehmigung ist für die Getreidebegasung erforderlich?

Die Begasung mit Phosphin ist eine besonders gefährliche Tätigkeit, die ausschließlich eine Fachkraft mit gültiger Gasmeisterqualifikation durchführen darf, nach vorheriger Meldung an die Behörde. Um den behandelten Raum muss eine Sicherheitszone festgelegt werden, und das Gebiet muss bis zum messtechnisch nachgewiesenen Abfall der Restkonzentration abgesperrt bleiben.

Bleiben Chemikalienrückstände im Erntegut zurück?

Phosphin liegt als Gas vor, verflüchtigt sich nach der Behandlung und hinterlässt am Erntegut keinen Rückstand, der nach der Belüftung und dem messtechnisch nachgewiesenen Abfall die Verwendung einschränken würde. Am Ende des Vorgangs messen wir die Konzentration und halten das Ergebnis im Protokoll fest.

Weitere Leistungen