Woran man ihn erkennt
Das zuverlässigste Zeichen ist das Muster der Stichspuren: kleine, stark juckende Stiche, oft mit einem dunklen Punkt in der Mitte, die gruppiert, zu zweit oder dritt auftreten, meist in Höhe von Knöchel und Unterschenkel. Das liegt daran, dass der Floh nicht fliegt – er springt vom Boden oder aus bodennahen Textilien hoch.
Das zweite Zeichen ist der Flohkot: dunkle, krümelige Partikel am Liegeplatz des Tieres, im Teppich oder im Polster. Auf feuchtem, hellem Papier hinterlassen sie einen rötlich-braunen Hof, weil sie verdautes Blut enthalten – das unterscheidet sie von gewöhnlichem Staub.
Das Insekt selbst ist 1–3 mm groß, seitlich abgeflacht, dunkelbraun und auffallend sprungstark.
Warum es nicht reicht, nur das Tier zu behandeln
Das ist der wichtigste und am häufigsten missverstandene Punkt der Flohbekämpfung. Die auf dem Tier sichtbaren ausgewachsenen Flöhe machen nur den Bruchteil der gesamten Population aus. Die Eier fallen vom Tier ab und entwickeln sich dort weiter, wo sich das Tier aufhält: in den Teppichfasern, in den Bodenritzen, im Polster, in der Umgebung des Liegeplatzes und der Ruheplätze.
Deshalb kommt es vor, dass die Stiche nach der tierärztlichen Behandlung weitergehen: Das Tier ist sauber, die Wohnung nicht.
Warum sie gleichzeitig schlüpfen
Der Floh kann als Puppe lange abwarten und schlüpft auf Erschütterung und Kohlendioxid hin – also auf das Signal, dass sich ein Wirt nähert. Das erklärt die beiden typischen Fälle: die aus dem Urlaub heimkehrende Familie, beziehungsweise den neu einziehenden Bewohner, den in der bis dahin ruhigen Wohnung sofort ein Massenstich empfängt.
Was zur Behandlung gehört
Für ein dauerhaftes Ergebnis sind die Behandlung der Wohnräume und die mechanische Vorbereitung gemeinsam nötig. Das Staubsaugen – besonders auf dem Teppich, an den Bodenritzen, im Polster und rund um den Liegeplatz – entfernt einen erheblichen Teil der Puppen und regt durch die Erschütterung die übrigen zum Schlüpfen an, wodurch die Behandlung wirksamer wird. Der Staubsaugerbeutel muss nach Gebrauch sofort aus der Wohnung entfernt werden.
Ist die Quelle kein Haustier, sondern ein Nagetiernest, ist die Flohbekämpfung allein nur eine symptomatische Behandlung: Das Problem kehrt zurück, deshalb muss sie zusammen mit der Nagetierbekämpfung geplant werden.







