Hausmaus: Spuren und Mäusebekämpfung

Die Hausmaus hat einen kleinen Aktionsradius und verbringt oft ihren gesamten Lebenszyklus innerhalb des Gebäudes, deshalb ist gegen sie ein dichtes Punktnetz im Innenraum das wirksame Mittel. Ihr Kot ist reiskorngroß und spitz zulaufend; außerdem verraten Nagespuren an Verpackungen und Kabeln, Nestmaterial in versteckten Räumen und nächtliches Rascheln in der Zwischendecke ihre Anwesenheit.

Maus (Mus musculus)
Mus musculus

Woran man ihn erkennt

Vergleichen Sie es mit dem, was Sie gefunden haben. Im Zweifel senden Sie uns ein Foto – anhand der vorläufigen Bestimmung kommen wir gleich mit der passenden Methode.

  1. Reiskorngroßer, spitz zulaufender Kot

    1Reiskorngroßer, spitz zulaufender Kot

  2. Nagespuren an Verpackungen und Kabeln

    2Nagespuren an Verpackungen und Kabeln

  3. Nestmaterial in versteckten Räumen, unter Maschinensockeln

    3Nestmaterial in versteckten Räumen, unter Maschinensockeln

  • Kein sichtbares Zeichen

    Nächtliches Rascheln in der Zwischendecke

Sie lebt im Gebäude, nicht nur zu Besuch

Anders als die Ratte verbringt die Hausmaus oft ihren gesamten Lebenszyklus innerhalb des Gebäudes: Dort nistet sie, dort ernährt sie sich, und ihr Aktionsradius beträgt meist nur wenige Meter rund um das Nest. Das hat zwei Folgen.

Die erste: Der Perimeterschutz – gegen die Ratte das wirksame Mittel – fängt sie allein nicht. Das Punktnetz muss dicht im Innenraum liegen, angepasst an den Aktionsradius.

Die zweite: Das Verschließen der Eintrittsstellen zählt besonders. Die Maus passt durch einen Spalt von wenigen Millimetern, und in den meisten Gebäuden sind diese Spalten bekannt und lassen sich schließen – Leitungsdurchführung, Spalt unter der Tür, Lüftungsgitter, Kabeleinführung.

Woran man sie erkennt

  • Kot – reiskorngroß, dunkel, spitz zulaufend. Daran lässt sich die Maus am leichtesten von der Ratte unterscheiden: Deren Kot ist deutlich größer und stumpf endend.
  • Nagespuren – an Verpackung, Kabel, Isolierung. Die Maus nagt fortlaufend, weil ihre Schneidezähne ein Leben lang wachsen.
  • Nestmaterial – klein zernagtes Papier, Textil, Dämmmaterial in versteckten Räumen: unter Maschinensockeln, in der Zwischendecke, zwischen Paletten.
  • Geräusch – nächtliches Kratzen in der Zwischendecke oder in der Wandkonstruktion.

Im Betrieb

Die Sichtkontrolle ist hier das schwächste Mittel: Bis ein lebendes Tier zu sehen ist, hat sich die Population bereits etabliert. Die ARZÉN Kft. setzt deshalb auf ein Netz ständiger, nummerierter Monitoringpunkte, das nach Plan kontrolliert wird, und zeigt anhand des Trends der Fangdaten, in welcher Zone sich der Schädlingsdruck verstärkt.

Rund um Flächen mit Lebensmittelkontakt und in Hochrisikozonen ist der Einsatz von Giftködern meist nicht zulässig – in diesen Bereichen setzen wir mechanische Fallen und Klebefallen ein.

Beim Einfamilienhaus

Bei einem Einfamilienhaus mit Garten schließen wir den Vertrag auch direkt mit dem Eigentümer. Die praktische Reihenfolge ist auch dort dieselbe: zuerst das Verschließen der Eintrittsstellen und die Beseitigung der Nahrungsquelle, danach die Auslage der Köder oder Fallen. In umgekehrter Reihenfolge muss die Behandlung erneut begonnen werden.

Versteck und Zugangswege

Die Behandlung beginnt dort, wo sich das Tier tatsächlich aufhält – diese Stellen prüfen wir bei der Begehung zuerst.

  • Ein bleistiftbreiter Spalt unter der Tür oder an der Tordichtung – das genügt zum Eindringen

    Ein bleistiftbreiter Spalt unter der Tür oder an der Tordichtung – das genügt zum Eindringen

  • Hohlraum unter Kabeltrasse und Maschinensockel mit Nestmaterial

    Hohlraum unter Kabeltrasse und Maschinensockel mit Nestmaterial

  • Zwischendecke und die hintere Ecke der Lagerregale

    Zwischendecke und die hintere Ecke der Lagerregale

Maus oder Ratte?

Zwei ähnliche Arten in einem Bild, im gleichen Maßstab. Der Unterschied liegt nicht nur im Namen: Gegen beide hilft ein anderes Verfahren.

Hausmaus und Wanderratte nebeneinander, im gleichen Maßstab
Links: Hausmaus · Rechts: Wanderratte

Hausmaus

  • 7–10 cm großer Körper
  • Große, runde Ohren, spitze Schnauze
  • Dünner Schwanz, etwa körperlang
  • Reiskorngroßer, spitz zulaufender Kot
  • Kleiner Aktionsradius, bleibt oft ihr ganzes Leben im Gebäude

WanderratteMehr erfahren →

  • 20–27 cm großer Körper
  • Im Verhältnis zum Kopf kleine Ohren, stumpfe Schnauze
  • Kürzerer, dicker, beschuppter Schwanz
  • 15–20 mm großer, stumpf endender Kot
  • Kommt von außen, gräbt Baue entlang der Grundstücksgrenze; meidet neue Gegenstände tagelang

Die Größe allein kann täuschen, denn eine junge Ratte ist mausgroß. Das Verhältnis von Ohren und Schwanz sowie die Form des Kots sind dagegen eindeutig, und es ist nicht gleichgültig: Gegen die Hausmaus ist ein dichtes Punktnetz im Innenraum wirksam, gegen die Wanderratte der Perimeterschutz.

Häufige Fragen

Wie klein darf der Spalt sein, durch den sie eindringt?

Sehr klein. Die Hausmaus passt durch jede Öffnung, die breiter ist als ihr Schädel; in der Praxis bedeutet das einen Spalt von wenigen Millimetern: Leitungsdurchführung, Spalt unter der Tür, Lüftungsgitter, Kabeleinführung. Deshalb gehört das Verschließen der Eintrittsstellen ebenso zur Bekämpfung wie die ausgelegten Punkte.

Welche Krankheiten kann sie übertragen?

Mäuse können unter anderem die lymphozytäre Choriomeningitis, Salmonellose und Tularämie übertragen. In Lebensmittelbetrieben rechtfertigt schon allein das Risiko der Produktverunreinigung die Bekämpfung.

Warum reichen nur wenige Punkte nicht?

Weil der Aktionsradius der Maus klein ist – meist nur wenige Meter vom Nest entfernt. Ein weitmaschiges Punktnetz deckt diesen Radius einfach nicht ab, und die Fangdaten bleiben niedrig, selbst wenn die Population vorhanden ist. Die Punktdichte richten wir deshalb nach dem Aktionsradius der Art aus, nicht nach der Flächengröße.

Weitere Leistungen